Die Sezession werde „enden wie in Somalia“, hatte etwa ein Oppositionspolitiker in Juba vorausgesagt. Berlin hat die Abpaltung im Jahr 2011 gemeinsam mit weiteren westlichen MĂ€chten dennoch erzwungen – aus geostrategischen GrĂŒnden: Es ging darum, die Zentralregierung in Khartum durch Abtrennung des ressourcenreichen SĂŒdens zu schwĂ€chen, weil sie gegenĂŒber dem Westen nicht kooperationswillig war. Die Bundeswehr war zunĂ€chst im Rahmen einer UN-Truppe im SĂŒdsudan stationiert, um die Sezession des Gebiets zu begleiten. Heute soll sie die Zivilbevölkerung schĂŒtzen. Berlin stellt dazu 14 Soldaten bereit.