22.06.2014 - 10:37 [ Radio Utopie ]

Zuhause im Augias-Stall: Wie die Totalüberwachung funktioniert, in den U.S.A., in Deutschland

(9. August 2013) Gestern bestätigte die “New York Times”, neben den üblichen Beschwichtigungen und Ausflüchten ihrer berühmten “anonymen offiziellen” Quellen, die Totalüberwachung zumindest jeder “text-basierten” Telekommunikationsverkehre in das und aus dem Territorium der Vereinigten Staaten von Amerika und ihrer dort basierten Monopole, weltweiten Konsortien, Knotenpunkte und Schlüsselzentren des Weltinformationsnetzes. Da der Name “Edward Snowden” nicht in dem Bericht auftauchte, sah man sich in Deutschland (mit Ausnahme von Felix von Leitner) nicht genötigt den Bericht wahrzunehmen. Dabei erläutert der NYT Artikel, unter viel Gewimmer und Gebrumm, nicht nur die Methodik der Spione, sondern auch deren ausgesucht tolldreisten und zynischen Ausreden.

Zum Ausmaß der Spionage heißt es, in fast bemitleidenswertem Heraus- und Herumgerede:

“Um die Überwachung durchzuführen, kopiert die N.S.A. zeitweilig und siebt dann durch die Inhalte von offensichtlich den meisten emails und anderer text-basierter Kommunikation die die Landesgrenzen überschreitet”

Woher die N.S.A. denn weiß, welche Daten “text-basiert” sind und welche nicht, darauf wird nicht eingegangen.

Ein “hochrangiger Geheimdienst-Offizieller” sagt aus, man erstelle einen “Klon von selektierten Kommunikationsverbindungen”, weigert sich aber über das Ausmaß zu sprechen. “Computer-Wissenschaftler” (ungefähr übersetzbar mit: “Akademische Evolutionsopfer des ältesten Gewerbes der Welt”) wiederum erläutern der “New York Times” völlig plausibel,

“dass es schwer wäre die Inhalte von Kommunikationen systematisch zu durchsuchen, ohne vorher annähernd alle grenzüberschreitenden text-basierten Daten zu sammeln.“