c) opportunistisch: Weitere Argumente liefert die inkongruente und unfertige literarische Inszenierung der Figur. Indem der Feuermaul-Pazifismus aus der Beobachtung der dichterischen Laufbahn Werfels und anderer resultiert, denen Musil Opportunismus unterstellt, wird in ihm literarisch verfremdet das »öffentliche Suchen nach Anerkennung unter einer ideologischen, hier pazifistischen Flagge« dargestellt. Im Versuch, den Literaten Feuermaul durch seine Texte als notorischen Fabrikanten literarischer Gemeinplätze zu kennzeichnen, bleibt Musil jedoch stecken. Da im kanonischen Romantext weder aus Gedichten Feuermauls zitiert wird noch solche Blüten Feuermaul‘scher Lyrik in den apokryphen Materialien zur Romanfortsetzung bereitstehen, beschränkt sich die Leserkenntnis vom Werk des jungen Lyrikers auf die stereotype Aussage Der Mensch ist gut.