03.09.2013 - 01:01 [ wikipedia ]

Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten

Mit Hilfe der zweiten Betrachtungsweise verdeutlicht Pirsig das, was er unter „Qualität“ versteht. Er bezeichnet das Gleis, auf dem der Zug fährt, als „Qualitätsgleis“. Die Perspektive ist auf die vorderste Seite des Zuges und auf die Bewegung verschoben. Aus dieser Perspektive ist das Gleis und sein weiterer Verlauf nicht (oder nur sehr wenig) einsehbar. Anders als in der ersten („klassischen“) Betrachtungsweise, in der ein Zug auf einem festgelegten Gleis fährt, ist das Gleis der zweiten („romantischen“) Sichtweise nicht vorher festgelegt. Für den Beobachter an der Leitkante des Zuges entsteht das Gleis mitsamt dem Zuge im Moment des Fahrens. Einteilungen der Wahrnehmung in einen Zug mit einzelnen Waggons, der einem Gleisverlauf folgt, entstehen gegenüber dieser Sichtweise erst später. Dazu muss der Beobachter sich von der Vorderkante des Zuges entfernen.