Entsprechend führt der Mangel an Empathie aus Sicht von Arno Gruen zur Stabilisierung des Status quo und damit zur Stärkung der Mächtigen: Die Mächtigen setzen die Maßstäbe, an denen wir, die wir den eigenen Kompass verloren haben, uns orientieren, weil wir uns nicht mehr vertrauen. Auch das Kind lernte im oben widergegebenen Beispiel die Bedeutung der Macht kennen. Als Ergebnis droht eine Machtobsession und damit die Entfesselung des rücksichtslosen Konkurrenzkampfes, einem Element, das der kapitalistischen Gesellschaft ohnehin alles andere als fremd ist.