Österreich legt bei der EU-Kommission heute, Mittwoch, offiziell Einspruch gegen die Finanzierung des ungarischen Atomkraftwerks Paks II durch den Staat Ungarn ein. Es handle sich um eine illegale Beihilfe für eine per se nicht rentable Technologie, die innerhalb des liberalisierten Strombinnenmarkts zu unverhältnismäßigen Wettbewerbsverzerrungen führe, heißt es in der Stellungnahme des österreichischen Wirtschaftsministeriums, die dem WirtschaftsBlatt vorab vorliegt. Dadurch würden nachhaltige und in Wahrheit kostengünstigere Marktteilnehmer (wie Hersteller von Elektrizität aus erneuerbaren Quellen) am Markteintritt behindert oder aus dem Markt gedrängt.