Die Massenüberwachung der digitalen Welt ist nicht allein das Werk von Geheimdiensten, sondern auch von Internet-Unternehmen, deren Infrastruktur staatliche Stellen dankend anzapfen. Im August 2013 enthüllten der Guardian und der Recherche-Verbund von Süddeutscher Zeitung und NDR die „Namen jener Telekomfirmen, die den geheimen Diensten beim Ausspähen helfen oder helfen müssen“. Darunter befanden sich auch fünf Unternehmen, die in Deutschland aktiv sind: Verizon, Vodafone, Level 3, Interoute und Viatel.
Diese Enthüllungen wurden auch im Haus des damaligen Wirtschaftsministers Philipp Rösler aufmerksam verfolgt. Bereits am nächsten Arbeitstag beauftragte das FDP-geführte Ministerium die ihm unterstehende Bundesnetzagentur, zu untersuchen, ob die genannten Internet-Unternehmen ihre gesetzlichen Pflichten zu Fernmeldegeheimnis und Datenschutz einhalten. Im Schreiben der Unterabteilung „Sicherheit“ des Referats „IT- und Kommunikationspolitik“ heißt es: