Wieland Alge, Europachef der Sicherheitssoftware-Firma Barracuda, sieht Österreich dort angelangt. „Ein Staat, der meine privaten Daten sammelt, weil er sie möglicherweise einmal brauchen könnte, ist ein Überwachungsstaat“, sagt der Datenschutzexperte. Für ihn ist die Vorratsdatenspeicherung ein Schritt über eine Linie, „den ich nicht mehr akzeptieren will. Der Rechtsstaat wird nicht verletzt, aber der Staat hebt bewusst einen Teil der Selbstbeschränkung auf. Jetzt hat man nur noch Verdächtige.“
Der Schritt zurück wird trotz des massiven Drucks – die „AK Vorrat“ bereitet die größte Verfassungsklage der 2. Republik vor – schwierig.