Gegenwärtig ist die Opposition in Venezuela tief gespalten. Führende Köpfe des radikaleren Teils sind Leopoldo López und María Corina Machado. López, Chef der rechten Partei „Voluntad Popular“, stellte sich nach den ersten Tagen der aktuellen Auseinandersetzungen den Behörden, die ihn wegen seiner Verwicklungen in diese per Haftbefehl gesucht hatten.
Beide fordern unverhüllt den Sturz der Regierung. Mit ihren radikalen Losungen versuchen sie nicht zuletzt, sich innerhalb des Bündnisses MUD als künftige Kandidaten bei Wahlen zu etablieren und damit die Vormachtstellung des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Henrique Capriles anzugreifen. Diese geriet bereits durch das schlechte Wahlergebnis des Bündnisses bei den Kommunalwahlen im Dezember ins Wanken, als die Opposition fast zehn Prozent weniger als die Unterstützer der Bolivarischen Revolution auf sich vereinigen konnte.