04.01.2011 - 09:57 [ Welt ]

Tunesien: Aufruhr der Bürger im deutschen Ferienparadies

Knapp 600.000 Deutsche zieht es Jahr für Jahr an die goldenen Sandstrände von Tunis bis zur Insel Djerba. 370 Millionen Euro Direktinvestitionen fließen aus Deutschland in Ben Alis Reich und machen die Bundesrepublik zum drittgrößten tunesischen Handelspartner.

Nun brennen dort Polizeiautos, Molotowcocktails fliegen in öffentliche Gebäude, Juristen marschieren gemeinsam mit wütenden Demonstranten und werden dafür ins Gefängnis geworfen. Rechtsanwalt Abderahman Ayedi machte eine Pressekonferenz seiner Innung mit dem Ziel, die Menschenrechtsverletzungen der Regierung anzuprangern, auf drastische Weise anschaulich: Er entblößte seinen Oberkörper und hielt seinen geschundenen Rücken in die Kameras – Verletzungen, die ihm Polizisten durch heftige Prügel zugefügt hatten.