Darauf zu spekulieren, dass 2011 schon beschlossen war, dass Steinbrück 2013 zum deutschen Kanzler gewählt werden wird, ginge zweifellos zu weit. Das Stimmungsbarometer müsste seinen Trend dafür noch gewaltig ändern. Beachtlich ist es aber doch, dass Steinbrück ein Jahr nach seiner Teilnahme bei der Konferenz in St. Moritz plötzlich die Spitzenposition in der größten Oppositionspartei übertragen wird. Auch wenn er – der Chatham-House-Rule entsprechend – über die Gründe für seine Einladung kein Wort verlieren darf, so wäre es doch begrüßenswert, wenn jene Journalisten, die ihn seiner gut bezahlten Vorträge und anderer wesentlich weniger wichtigen Details wegen befragen, ihn doch auch einmal auf die Bilderberg-Konferenz ansprechen würden. Am besten vor laufender Kamera, um den Wählern die Möglichkeit zu geben, seine Reaktion mitzuerleben