(3.8.2012) Eine Entlastung von den mörderischen Wucherzinsen, welche eine Reaktivierung des Staatsanleihen-Kaufprogramms SMP der EZB bieten könnte, ist genau das, was die Spanier brauchen und Hunderttausende dort bereits gefordert haben. Was sie weder gefordert haben, noch brauchen, sind Gewäsch und realitätsferne Ausreden für jahrelanges Nichtstun und Versagen von Parteifunktionären. Oder ist irgendjemandem aufgefallen, dass vor oder nach der von EZB, Kanzlerin Merkel und dem französischen Präsidenten Sarkozy erpressten Verfassungsänderung Spaniens im September 2011 „Die Linke“ in Deutschland auch nur einen Mucks von sich gegeben hätte? Stattdessen hängt sich diese Partei jetzt an die Izquierda Unida (Vereinigte Linke) in Spanien und heuchelt Solidarität.
Was kümmern Sarah Wagenknecht zudem die Guthaben der winzigen Minderheit einer deutschen Bevölkerung, die zum überwältigen Teil nichts oder Schulden hat? Die Bundesregierung hat bereits 2008 eine faktisch unbegrenzte Einlagensicherung, eine freiwillige Staatsgarantie auf jedes auf Konten vor sich hin ruhende Vermögen in Deutschland ausgesprochen. Und was soll diese irrationale Aussage, daß das Finanzsystem „als öffentliches Gut erhalten“ bleibt? Das müsste es erst einmal werden.