Dabei kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass den meisten Abgeordneten gar nicht mehr klar ist, worüber sie gerade befinden – verständlicherweise. Denn in der Geschwindigkeit, in der sich die Ausgangssituationen für Entscheidungen ändern, kann sich ein einzelner Mensch nicht das Rüstzeug zulegen, das er braucht, um zwischen richtig und falsch abzuwägen.
Doch diese Beschleunigung wirkt sich nicht nur auf politische Entscheidungen aus. Jeder Einzelne sieht sich tagtäglich mit ähnlichen Situationen konfrontiert. Soziologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena wollen dieses Phänomen und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft