Wirtschaftlich bedeutsamer als für die Bundeswehr war das Geschäft für die deutsche Heeresindustrie. Sie bekam nicht nur Aufträge zur Modernisierung der Panzer, sondern konnte auch Brückenlegefahrzeuge, Schwimmbrücken, militärische LKWs und Leopard-Sonderfahrzeuge wie zum Beispiel den Pionierpanzer vom Typ Kodiak an Singapur verkaufen. Von 2007 bis 2015 hat die Bundesregierung in der einschlägigen Rüstungsgütergruppe A006 Ausfuhren für Singapur in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro genehmigt, weit mehr, als die öffentlich bekannt gewordenen Geschäfte erklären. Singapur ist darüber hinaus auch für die Marineindustrie Deutschlands ein bedeutender Kunde. So stehen zum Beispiel auch zwei U-Boote, Schiffsmotoren und Schiffsteile in deren Auftragsbüchern. Guten Kunden kommt man offenbar auch in Sachen Ausbildung gerne entgegen.