Nachdem er morgens eine Familie in die Obdachlosigkeit hatte räumen lassen, wollte Stadtentwicklungssenator Müller abends sein soziales Image wieder etwas aufpolieren. Dies ist ihm aber nicht gelungen.
Müller sollte bei einer Podiumsdiskussion über die zukünftige Nutzung des Tempelhofer Feldes sprechen. Während seines Impulsreferates über die Bebauungspläne des Senats konfrontierten ihn mehrere Personen aus dem Publikum mit der stattgefundenen Zwangsräumung und warfen ihm vor, mit seiner unsozialen Stadtpolitik Familien in die Obdachlosigkeit zu treiben. Müller kam sichtlich ins Schwitzen und setzte sich nach zaghaften Versuchen, die Räumung zu rechtfertigen, weg. Auf sein Referat hatte er offensichtlich keine Lust mehr.