Zu den Neuheiten, die deutsche Unternehmen Ende Februar auf der Security-Messe „ISS-World Middle East and Africa“ in Dubai vorstellten, gehörten unter anderem verschiedene Produkte aus dem Bereich „Deep Packet Inspection“. Wie es in einem Bericht über die Veranstaltung heißt, zielt „Deep Packet Inspection“ „auf das Filtern und Kategorisieren des gesamten Netzwerkverkehrs ab“. „In Kombination mit einer nationalen Firewall“ ermögliche es „die Kontrolle über die gesamte Kommunikation in einem landesweiten Netzwerk“, Internettelefonie inklusive. Zugleich könne die Datenübertragung etwa via Skype „gezielt blockiert werden“.[1] Die für diese Art Internetkontrolle benötigten Mittel boten in Dubai die Unternehmen ipoque (Leipzig), trovicor (München), Utimaco (Oberursel) und ATIS systems (Bad Homburg) an; ipoque hielt eigens ein „Trainingsseminar“ ab. ATIS systems führte dem Bericht zufolge auch eine Software vor, die „www-Sessions vollständig überwachen“ und dabei „Geodaten aus dem Mobilfunksystem“ integrieren kann. Dies ermögliche beispielsweise ein „‚genaues Tracking‘ (zur Überwachung von Einzelpersonen)“.[2] Mehrere der genannten Firmen unterhalten Filialen in arabischen Ländern zur Abwicklung ihrer Geschäfte – etwa in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten.