(24.11.2011) Man muss sie ordentlich gegen den Strich bürsten, um ihrem vaterländischen Unsinn europäischen Sinn zu unterschieben. Aber den Versuch ist es wert, denn ohne etwas Dialektik ist ein europäisches Vorankommen aus ziemlich verfahrener Lage schwer vorstellbar.
Was also ist das Richtige, das ich der CSU-Propaganda ablauschen möchte? Es ist zweierlei. Zum einen die Betonung der entscheidenden Rolle der Nationalstaaten auf Europas weiterem Weg. Zum anderen die Forderung, dass europäische Mitgliedsstaaten auf ihre nationale Souveränität verzichten müssen. Das widerspricht sich – und stimmt zugleich. Man muss – nur! – beides vom Kopf auf die Füße stellen.