Vor wenigen Monaten unterzeichnete die OMV, Österreichs größtes Unternehmen, anläßlich des Besuchs des russischen Präsidenten in Wien einen Vertrag mit Gazprom über South Stream. Kurz darauf wurde ein „Putin-Freund“ (so die Bezeichnung der Medien) Aufsichtsratsvorsitzender der Staatsholding ÖIAG, zu der die OMV gehört. Nun wird OMV-Chef Gerhard Roiss, der damals mit Gazprom-Chef Alexej Miller das Abkommen unter Dach und Fach brachte, vorzeitig abgelöst. Die Regierung will die ÖIAG neu ordnen, der sie Mitschuld an Konflikten in der OMV gibt, was auch das Aus für „Putin-Freund“ Siegfried Wolf (Manager eines russischen Konzerns) bedeuten könnte.