(29.6.2014) In dem seit Jahrzehnten andauernden Tauziehen zwischen dem seit dem ersten Irak-Krieg 1991 faktisch unabhängigen (irakischen) Kurdistan und der nach der Invasion mit nur 1 Million Toten geschaffenen vorbildlich-demokratischen Zentralregierung des Irak in Bagdad spielt Kirkuk eine zentrale Rolle. Von Kirkuk verläuft die in 1970 fertiggestellte Kirkuk-Ceyhan-Pipeline in die türkische Hafenstadt am Mittelmeer.
Der nun vor kurzem angelaufene Export von Öl-Vorkommen aus dem irakischen Kurdistan – wie gesagt: ohne entsprechendes Bakschisch an die lieben Demokraten zu Bagdad – läuft über eine Ende 2013 fertiggestellte Pípeline von den Öl-Feldern Khurmalas (hier die Position von Khurmula zwischen Erbil und Kirkuk) hoch zur irakischen Grenzstadt Faysh Khabur (Fish khabur) am Dreiländereck zwischen Irak, Türkei und Syrien.
Wo genau die neue Pipeline verläuft, welches Konsortium sie gebaut hat und welches sie betreibt, darüber hüllten sich die Beteiligten in Schweigen.
Im Juni 2013 war bereits im Zuge einer „ersten Phase“ durch die Konsortien Genel Energy und Addax Petroleum die Pipeline zwischen Khurmala und den nordöstlich von Kirkuk gelegenen Ölfeldern von Taq Taq fertiggestellt worden. Genel Energy machte sich bereits, als „zweite Phase“ der Vernetzung der verschiedenen Öl-Felder im Irak, an die Fertigstellung der Khurmala-Faysh Khabur-Pipeline, mit deren operativen Betrieb zum damaligen Zeitpunkt für 2014 gerechnet wurde.