20.09.2014 - 13:11 [ Radio Utopie ]

Posse um die lukrativen Öl-Felder in der irakischen Region Kurdistan

(19. Juni 2014) Während der Weltöffentlichkeit wieder mal ein Terrorkriegs-Szenario im Irak um eine aus dem Nichts zu Legionsstärke aufgepoppte Miliz “ISIL” vorgegaukelt wird, dreht sich die Krise im Irak in Wirklichkeit um die lukrativen Öl-Felder Kurdistans. Deren Ausbeutung ist von der Regionalregierung der Autonomen Region Kurdistans, unter Massud Barzani als Präsidenten und seinem Neffen Nechirvan Barzani als Premierminister, in Form eines über 50 Jahre angelegten Deals mit der Regierung der Türkei an diverse Konsortien verschachert worden, komplett an der Zentralregierung in Bagdad vorbei.

Der Deal war bereits im November 2013 über kurdische Quellen an die Öffentlichkeit gedrungen und nach einem Besuch Barzanis im türkischen Diyarbakir am 18. November 2013 und seinem dortigen Treffen mit Ministerpräsident Tayyip Erdogan unter Dach und Fach gebracht geworden.

Zwar benutzte Erdogan laut Presseberichten damals zum ersten Mal das Wort “Kurdistan” in der Öffentlichkeit und verdeutlichte damit das wohl endgültige Ende des jahrzehntelangen türkischen Bürgerkriegs und der damit einhergehenden tödlichen Ignoranz der Nomenklatura gegenüber dem kurdischen Teil der Bevölkerung in der Republik Türkei. Doch offensichtlich fiel Erdogan, samt dem alten Schurken Barzani, nichts besseres ein als nun neues Elend anzuzetteln, diesmal im Irak.