Bereits in den frühen 1970er- und den späten 1990er-Jahren gab es Pläne für ein Atomkraftwerk am Standort Akkuyu an der Mittelmeerküste im Süden der Türkei. Diese Pläne wurden verworfen. Im Mai 2010 vereinbarte man in einem türkisch-russischen Abkommen, dass das russische Unternehmen Atomstroiexport an dieser Stelle ein AKW errichten und betreiben soll. Geplant sind vier Blöcke mit jeweils 1.200 Megawatt Leistung. Die Baukosten werden mittlerweile auf bis zu 25 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der erste Meiler sollte ursprünglich 2016 in Betrieb gehen. Allerdings verzögerte sich der Baubeginn und erst am 14. April 2015 erfolgte die offizielle Grundsteinlegung durch Energieminister Taner Yıldız – begleitet von Protestaktionen. Vor einem Jahr verschoben die Betreiber die Inbetriebnahme des ersten Reaktors auf 2022.