Bislang hat niemand ernsthaft versucht, gerichtlich den Schleier ßber den Verfassungsschutzämtern, dem NSU und der Neonazi-Szene zu lßften. Einzige Ausnahme sind die Anwälte der Nebenklage, die im Mßnchener NSU-Prozess die Opferfamilien vertreten. Doch diese werden vom Gericht und der Bundesanwaltschaft ausgebremst, keine der Bundes- und Landtagsparteien unterstßtzt sie ernsthaft.
Im Gegenteil, eine Allparteienkoalition aus CDU/CSU, SPD, FDP, GrĂźnen und Linken ist sich einig darĂźber, dass die Geheimdienste gestärkt, zentralisiert und Ăźber die Polizei mit Exekutivvollmachten ausgestattet werden mĂźssen. Riefen sie unmittelbar nach dem Auffliegen des NSU vor fĂźnf Jahren noch nach einer verstärkten Kontrolle, bewilligen sie den Verfassungsschutzämtern nun mehr Geld, mehr Personal und mehr Macht. Der âStaat im Staatâ wird zementiert.â