In den Tagen vorher gab es einige Fälle von Seitensperren durch große Unternehmen. So war etwa die Google-Plus-Seite der „Aktion Arschloch“ für einige Stunden gesperrt. Eine große Debatte bezüglich Meinungsfreiheit ist auch an der Frage entbrannt, ob US-amerikanische Internetkonzerne Neonazi-Seiten wie den Daily Stormer offline schalten dürfen. Der Kampf gegen Nazis ist zwar einerseits wichtig, andererseits könnten die Konzerne auch ihre Marktmacht ausnutzen, um andere unliebsame Seiten zu blockieren.
Auch Europol will Internetpolizei spielen: Seine Meldestelle für Internetinhalte durchsucht hierfür soziale Netzwerke nach unangemessenen Inhalten und empfiehlt dann den Netzwerkbetreibern diese zu löschen. Das ist kritisch zu sehen, da einerseits die Löschkriterien nicht transparent sind und Europol damit anderseits die Grenzen zwischen Polizeiarbeit und Medienregulierung verwischt.