08.08.2014 - 11:55 [ Deutsch-Türkische Zeitung ]

Massive Vorwürfe im NSU-Prozess gegen den Verfassungsschutz

(6. August 2014) Die Bundesanwaltschaft ist davon überzeugt, dass die Verbrechen auf das Konto des «Nationalsozialistischen Untergrunds» gehen.

Der Kasseler Mord gilt als besonders brisant, weil sich laut Anklage zur Tatzeit ein Beamter des hessischen Verfassungsschutzamtes in dem Internet-Café aufhielt. Gegen diesen Beamten war kurz nach der Tat wegen Mordverdachts ermittelt worden, allerdings ergebnislos.

Anwalt Bliwier sagte, nach der Aussage der beiden Kripo-Ermittler sei jetzt aber «bewiesen», dass der verdächtigte Verfassungsschützer Insiderwissen zur Tatwaffe besessen habe. Eine der beiden Waffen war auch in Kassel die Pistole vom Typ «Ceska», die bereits bei den acht vorangegangen Morden der Serie verwendet worden war.