(7.5.) Unser Streik hat am Dienstag, dem 28. April begonnen. Ein Ende ist zurzeit nicht abzusehen. Die Situation droht weiter zu eskalieren. Die Geschäftsführung droht einzelnen Beschäftigten offen mit Kündigung. Der Arbeitgeber zeigt damit keinesfalls seine Kompromissbereitschaft. Nach unserer Schätzung halten ca. 50 anstelle der 350 Beschäftigten einen Notbetrieb aufrecht; hiervon ca. 20 externe Streikbrecher, die nach letzten Angaben eine zusätzliche Streikbrecherprämie von 150 Euro je Tag erhalten.
Prosegur hat sich nur wenig bewegt (Waffenzulage 30 Cent und Mehrarbeitszu-schlag) – die meisten Mantelforderungen: Jubiläumszuwendung, Gesundheitszulage, Urlaubsgeld lehnt die Geschäftsführung prinzipiell ab!
Die Geschäftsführung bietet jetzt anstelle der obigen Tarifpunkte einen Standortzuschlag an, womit die Beschäftigten einverstanden wären: aber anstelle von 1 Euro (ver.di) nur 65 Cent. Und nur unter der Bedingung, dass der Krankenstand auf 4 Prozent sinkt. Der wurde aber mit 4,2 Prozent nicht einmal im Juni 2014 erreicht, dem Monat mit den wenigsten Krankschreibungen. Also ein NULL-Angebot.