Angesichts der seit Wochen gärenden Unruhe vor den Parlaments- und Regionalwahlen in Mexiko am 7. Juni regieren staatliche Kräfte zunehmend brutaler. Die Zeit des Wahlkampfs war von 25 politischen Morden begleitet. Während die Boykottaufrufe und -bemühungen zivilgesellschaftlicher Organisationen zunehmend militanter wurden, delegitimiert die Regierung die Wahlen durch den massiven Einsatz von Militär und militärisch kommandierten Bundespolizisten. Brennpunkte sind die Bundesstaaten Chiapas, Oaxaca, Guerrero und Michoacan, aber auch in Veracruz, Yucatan, Puebla und Zacatecas brodelt es.