13.03.2014 - 16:50 [ German Foreign Policy ]

Kriegspsychotherapeuten

Die Spitzenorganisation der deutschen Psychotherapeuten organisiert erstmals gemeinsam mit der Bundeswehr eine Fortbildung zu Fragen der medizinischen Versorgung kriegstraumatisierter Soldaten. Wie der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) erklärt, spreche „nichts dagegen“, dass ein seelisch erkrankter Militär nach „erfolgreicher“ Behandlung „auch an Auslandseinsätzen teilnimmt“. Im Rahmen der von der BPtK fĂĽr den heutigen Donnerstag anberaumten Veranstaltung sollen Truppenpsychologen die anwesenden zivilen Ă„rzte ĂĽber „MaĂźnahmen zu Erhalt und Steigerung der psychischen Fitness bei Soldaten“ informieren und „Schnittstellen zur ambulanten psychotherapeutischen Versorgung“ aufzeigen. Bereits im vergangenen Jahr schloss die BPtK ein offizielles Abkommen mit dem Bundesverteidigungsministerium, dem zufolge sich kriegstraumatisierte Militärs auch in Privatpraxen behandeln lassen dĂĽrfen und die dadurch entstehenden Mehrkosten von der Bundeswehr ĂĽbernommen werden. Schon 2009 hatte die „Deutsche Psychotherapeuten-Vereinigung“ ihre Mitglieder aufgerufen, zusätzliche Behandlungsplätze fĂĽr Soldaten zur VerfĂĽgung zu stellen. Interessierte Ă„rzte mussten allerdings versichern, „den Aufgaben der Bundeswehr in ihren Auslandseinsätzen nicht ablehnend“ gegenĂĽberzustehen.