20.11.2015 - 16:46 [ German Foreign Policy ]

Kampferprobte Spezialisten

Unter den mit der Exekution der deutschen FlĂĽchtlingspolitik befassten Militärs finden sich zahlreiche Angehörige von Spezial- und Eliteeinheiten. Sie entstammen zumeist der „Division Schnelle Kräfte“ (DSK), zu der auch das in illegale Tötungen in Afghanistan involvierte „Kommando Spezialkräfte“ zählt. Der Bundeswehr zufolge sind Soldaten des DSK unter anderem als „mobiles Registrierungsteam“ zur UnterstĂĽtzung der Bundespolizei „an unterschiedliche(n) Orte(n) in Bayern“ eingesetzt.[9] Dies korrespondiert mit aktuellen Manöverszenarien, bei denen klassische Aktionen des DSK wie die Bekämpfung von Aufständischen und die DurchfĂĽhrung von Operationen hinter den feindlichen Linien mit der „Bewältigung“ von „Massenvertreibungen“ und „FlĂĽchtlingsströmen“ in einem Interventionsgebiet kombiniert werden. Passend dazu wird bei entsprechenden Ăśbungen stets die „zivil-militärische Zusammenarbeit“ mit Hilfsorganisationen und einheimischen Repressionskräften trainiert (german-foreign-policy.com berichtete [10]). Folgerichtig wurden etliche „einsatzerfahrene“ Militärs mit migrationspolitischen Aufgaben betraut. So berichtet etwa ein Sanitätsobergefreiter, der in einer Notunterkunft fĂĽr FlĂĽchtlinge im hessischen Wetzlar Dienst tut, er habe nicht nur in Afghanistan gekämpft, sondern sich während der sogenannten Majdan-Proteste auch an der „Evakuierung“ verletzter Demonstranten aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew beteiligt: „Das war eine knackige Erfahrung, und ich habe gesehen, was die Bundeswehr leisten kann.“