Die Generation der 18-Jährigen, die erstmals wählen kann, hat während ihres gesamten Lebens nie etwas anderes erlebt als sozialen und politischen Niedergang. Seit Italien 1999 der Eurozone beitrat, hat es kein wirkliches Wirtschaftswachstum mehr erlebt. Die Industrie produziert heute weniger als damals.
Die Arbeitslosenrate liegt mit offiziell 11,1 Prozent weit über dem EU-Durchschnitt, und die Dunkelziffer dürfte noch wesentlich höher sein. Unter Jugendlichen beträgt die offizielle Arbeitslosenrate 34,7 Prozent. Eine Staatsverschuldung von 130 Prozent des Bruttoinlandsproduktes – mehr als doppelt so viel, wie die EU erlaubt – stellt sicher, dass der soziale Niedergang auch weiter anhält.
In den 18 Jahren seit Einführung des Euro hatte Italien elf Regierungen. Rechte und Mitte-links-Regierungen lösten sich ab. Ihre Politik unterschied sich kaum.