(4. Juli 2013) Ihre Kritiker werfen Ihnen vor, die »nationale Karte« auszuspielen – was entgegnen Sie darauf?
Der Kampagnenjournalismus gegen die Linke kann sich leider immer wieder auf Stichwortgeber in den eigenen Reihen – immer die gleichen übrigens! – stützen. Und es ist schon interessant, was neuerdings alles nationalistisch ist: das Thematisieren der Ausbildungsmisere in Deutschland; der Hinweis, daß das Abwerben junger Talente aus den Krisenländern diesen ganz sicher nicht hilft; oder vor ein paar Wochen der Gedanke, daß die gebeutelten Länder womöglich ohne Euro besser fahren, als wenn sie sich auf Dauer der Diktatur von Merkel und Co. unterwerfen, eine Meinung, die übrigens der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz teilt. Einige Diskussionsteilnehmer scheinen da etwas schwer zu verwechseln.