(13.Oktober) „Neuer Stil“ mit altem Stilbildner?
Mit der gerade in der Entstehung befindlichen rot-rot-grünen Senats-Koalition soll – so liest man – im Roten Rathaus ein neuer Politikstil Einzug halten. Nötig wärs.
Wollte man einen solchen Neuanfang tatsächlich in Angriff nehmen, müsste man sich allerdings von solchen bisher den Politikstil prägenden Figuren wie dem Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel verabschieden.
Ob das Abwürgen diverser Bürgerbegehren, die Annahme von sorgsam gestückelten Spenden des Baufilzveterans Klaus Groth, der rechtswidrige Verzicht auf Wohnungsbau am Leipziger Platz zugunsten eines von SPD-Parteifreund Peter Strieder (ehemals Bausenator) beratenen „Investors“, der geplante Verkauf weiterer großer landeseigener Grundstücke an private Unternehmen zur Errichtung von Teuer-Wohnungen…, bis hin zur schnell noch vor der Bildung des neuen Senats losgetretenen Ausschreibung der Berliner Außenwerbung: Der Mann steht so sehr für „Old Scool“, dass mit ihm ein Neuanfang schon am ersten Tag als gescheitert betrachtet werden darf.