Die von den Unternehmen kontrollierten Medien haben versucht, die Ereignisse ausschließlich als Folge von Rassismus zu erklären. Laut dieser Darstellung liegt die politische Kontrolle über das Weiße Haus und die Trump-Regierung nach der Absetzung von Bannon und anderen Vertretern des „weißen Nationalismus“ jetzt wieder in politisch stabileren und „gemäßigteren“ Händen: einer Gruppe von aktiven und ehemaligen Generälen unter Führung von Stabschef John Kelly, Wall Street-Finanziers wie Trumps oberstem Wirtschaftsberater Gary Cohn und Finanzminister Steven Mnuchin.
Die New York Times gab am Sonntag den Ton vor und erklärte in ihrem Leitartikel: „Die Amerikaner waren bisher verfassungsgemäß und politisch an eine zivile Führung ihrer Regierung gewöhnt. Doch jetzt müssen sie sich darauf verlassen, dass drei aktive und ehemalige Generäle – der Stabschef des Weißen Hauses John Kelly; der nationale Sicherheitsberater H. R. McMaster; und Verteidigungsminister Jim Mattis – verhindern, dass Trump endgültig den Verstand verliert. Diese drei Männer verfügen im Gegensatz zu Trump über Erfahrung und Bildung, sie sind versiert, was die schrecklichen Kosten globaler Konfrontationen angeht und motiviert von einem Gefühl für den Dienst an der Öffentlichkeit. Deshalb muss man hoffen, dass sie Trumps schlimmste Instinkte eindämmen können.“