Die Außengrenzen des fünften nordafrikanischen Küstenstaates neben Ägypten, Libyen, Tunesien und Marokko, nämlich Algeriens, hat Berlin ebenfalls seit Jahren im Blick. Bereits im Juli 2011 wurde bekannt, dass der Bundessicherheitsrat deutschen Rüstungs- und Securityvorhaben in Algerien im Wert von zehn Milliarden Euro zugestimmt hatte. Dabei gehe es auch um Maßnahmen zum Aufbau eines elektronischen Grenzschutzsystems durch deutsche Firmen, darunter Rhode und Schwartz, Carl Zeiss sowie Airbus Defence and Space.[9] Die Genehmigung war zu erwarten gewesen: Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte dem algerischen Staatspräsidenten Abdelaziz Bouteflika bereits im Dezember 2010 Hilfe bei der Grenzabschottung in Aussicht gestellt. Darüber hinaus montiert Algerien mittlerweile eigenständig deutsche Militär-Lkws und Radpanzer „Fuchs“, die ebenfalls zur Abschottung der Grenze eingesetzt werden können. Aktuell führt, wie die Bundesregierung bestätigt, die Airbus DS Electronic and Border Security GmbH Gespräche mit Algier „zum Aufbau eines Systems in Form eines Verbundes terrestrischer Sensoren“, das „ausschließlich“ zur „Grenzüberwachung und Sicherheitsvorsorge“ genutzt werden soll.