Der Aufstieg der Glückspolitik
Die Glücks-Agenda mag zwar nicht jedem augenfällig sein, aber dennoch ist ihr Einfluss kaum zu überschätzen – sie ist allgegenwärtig, von Oxfam bis zu Coca Cola, von der Weltbank bis hin zur britischen Bildungspolitik. In den 1990er Jahren gab es im Rahmen der Diskussion um das Selbstwertgefühl (engl.: self esteem) verschiedene Kampagnen, die die Bedeutung individuellen Glücks betonten. Fast jeder sozialer Missstand sei demnach durch eine Steigerung des „subjektiven Wohlbefindens“ beziehungsweise des Glücksgefühls lösbar.