Die Referendumskampagne kam der herrschenden Klasse gelegen, um die sozialen und ökonomischen Belange von spanischen wie katalanischen Arbeitern und Jugendlichen unter einem Schwall nationalistischer Propaganda zu begraben. Das war eine bewusste und gezielte Strategie. Der katalanische Regionalminister Santi Vila bemerkte bei einem Treffen von Politikern und Geschäftsleuten in zynischer Manier, dass, wenn Katalonien „keine nationalistisch unterlegte Debatte losgetreten hätte, wie hätte es dann Haushaltsanpassungen von über 6 Mrd. Euro überstehen können?“