Am Tag der Berliner Einschulung gehe es darum, ob die zweite Generation der digital natives in einer Welt aufwachsen werde, die durch umfassend Registrierung, totale Überwachung und Selektion gekennzeichnet sei und zu Duckmäusertum führe, oder ob sie zu „mutigen Menschen“ heranreife, „die ihre Meinung sagen und dafür keine Nachteile befürchten müssen“.
Als „gute Nachricht“ wertete es der Bürgerrechtler, dass der Europäische Gerichtshof die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung kassiert habe. Trotzdem lebe die Idee der Protokollierung der Nutzerspuren „wie ein Untoter“ weiter. So habe Großbritannien etwa jüngst ein Gesetz erlassen, das noch über die gekippten EU-Vorgaben hinausgehe. Dagegen müsse die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten. Insgesamt hätten die Sicherheitsbehörden mehr Daten zur Verfügung denn je und seien höchstens auf dem rechten Auge blind.