Das 1994 im WTO-Rahmen unterzeichnete TRIPS (Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights, Aspekte des Handels mit Geistigem Eigentum) war das erste Abkommen zur Standardisierung und Durchsetzung von Eigentumsrechten an Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen. Vertreter der US-amerikanischen Saatgut- und Biotechindustrie hatten dieses Anliegen in die Verhandlungen eingebracht. Ihre Absichten? Solchen Firmen wie Monsanto, Dow und Pioneer, die viel Geld in die Züchtung neuen Saatguts gesteckt hatten, zu Profiten zu verhelfen, und zwar dadurch, dass die Bauern an der Nutzung des eigenen Saatguts gehindert werden – die Bauern also gezwungen waren, ihr Saatgut Jahr für Jahr bei den Agrarfirmen zu kaufen.