„Die Methoden des an Erkenntnis interessierten Künstlers sind denen der Wissenschaftler nicht unähnlich. Kreativität und Mechanik verbinden sich zu einer Arbeit ins Unbekannte. Ein Ertasten. Proben nehmen. Daten sammeln. Denken. Ein Geschehen, daß man durch Romantik und Logik beschreiben kann. Nicht als unbedingt aufeinander folgende Phasen, sondern als zwei Möglichkeiten, deren Reihenfolge sich auch ändern kann und die eher in der Ebene denn hierarchisch übereinander Plätze einnehmen. Diese Zusammengehörigkeit wird in der Arbeit Siewerts geschätzt und nicht in zwei Teile gespalten und denunziert. Weder aus sich selbst heraus, durch die Unmöglichkeit des Versuchs einer Wiederspiegelung, noch durch eine Reduzierung auf „Null“ und „Eins“. Es wird entworfen, geteilt, gemessen. Immer wieder und soweit es technisch geht. Das Machbare eben, was im Übrigen durch nichts aufzuhalten ist, es sei denn durch die der Natur innewohnenden Grenzen der Gesetzmäßigkeit. Der Zufall wird geplant, provoziert, ein wenig gesteuert, angehalten. An der Methodik wird geschliffen, nichts ist abgeschlossen. So geht es voran ins Ungewisse. Der Künstler bei der Arbeit.