Zustimmung erfährt die Forderung, delinquente Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer abzuschieben, auch bei Teilen der im Bundestag vertretenen Oppositionsparteien. So gab die Fraktionsvorsitzende der „Linken“, Sahra Wagenknecht, erst unlängst folgendes Statement ab: „Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht dann eben auch verwirkt.“[12] Wagenknecht schließt damit direkt an eine Aussage des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) an, der 1997 den Wahlkampf seiner Partei fast wortgleich eröffnete: „Wir dürfen nicht mehr so zaghaft sein bei ertappten ausländischen Straftätern. Wer unser Gastrecht missbraucht, für den gibt es nur eins: raus, und zwar schnell.“