„Die Weltgemeinschaft kennt in den letzten Jahren keinen Waffenstillstand mehr, insbesondere seit die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft unter der eisernen Führung der Vereinigten Staaten zu der Auffassung gelangt zu sein scheint, dass die Zeit der Abrechnung mit zwei verbleibenden Großmächten (Russland und China) gekommen ist“, heißt es in dem Text. Das „Vergehen“ von Russland und China habe darin bestanden, die von Europa und den USA aufgezwungene kolonialen und imperialistische Ordnung zu verändern, so Castro weiter.
In seinem Artikel mit dem Überschrift „Entweder es obsiegen die gerechten Ideen oder die Katastrophe“ kritisiert der inzwischen 88-jährige Ex-Präsident, dass „der Zynismus (…) zu einem Merkmal der imperialen Politik“ geworden ist. Es gebe „allem Anschein nach nicht wenige skrupellose Akteure“, die dazu bereit seien, „zur Verteidigung beschämender Privilegien zu morden“.
„Viele Menschen sind erstaunt, wenn sie die Erklärungen einiger Sprecher der NATO hören, die sich in Stil und Ausdruck der Nazi-SS äußern“, schrieb Castro, der daran erinnerte, wie „das von Habgier geprägte Imperium von Adolf Hitler schließlich Geschichte geworden ist“. Heute seien die Regierungen der NATO-Mitgliedsstaaten auf dem besten Wege, sich zum Gespött Europas und der Welt zu machen.