FĂźr den Aufbau dieses Bedrohungspotential mĂźssten dann auch die entsprechenden finanziellen Mittel zur VerfĂźgung gestellt werden, was gleichermaĂen konsequent unter Verweis auf die aktuelle Krise eingefordert wird. Wenn auch als Pro-Contra-Artikel angelegt, in dem zwei Taz-Redakteure Ăźber das FĂźr und Wider diskutieren, ob die EU nun militärische Stärke gegen Russland zeigen mĂźsse, ist es doch entlarvend, welche Positionen hier mittlerweile als diskussionsfähig erachtet werden. So fordert Klaus-Helge Donath in seinem Beitrag: âRussland huldigt als Staat und Gesellschaft noch immer Gewalt und Macht an erster Stelle. Soft power kennt die ârussische Weltâ (Putin) nur als fremde Erzählung. Wer bei KonfliktlĂśsungen nicht auf Gewalt setzt, gilt als Schlappschwanz. Schwächlinge trifft Verachtung und es wird nachgetreten. Moskau will der Welt wieder diesen Umgang aufzwingen. Damit es nicht so weit kommen muss, sind klare Entscheidungen im Westen angesagt. Alle EU-Staaten sollten gemeinsam beschlieĂen, den Verteidigungshaushalt um mindestens ein Drittel anzuheben, parallel zum Aufstocken konventioneller Streitkräfte und technologischer Innovationen. Das wĂźrde in Moskau zur Kenntnis genommen werden.â