Dass da eine Chance vertan wurde, lässt sich aus dem umfangreichen Material schließen, das eine „Evaluierungsgruppe Allgemeines Register für Staatsschutzstrafsachen“ bei der Anklagebehörde in Karlsruhe zusammengetragen hat. Generalbundesanwalt Harald Range beauftragte noch im November 2011 vier Staatsanwälte damit, mögliche Versäumnisse beim Thema NSU zu prüfen. Innerhalb eines Monats sichteten die Experten 8000 Vorgänge von 1995 bis 2011. Bei 45 Komplexen wurden die Staatsanwälte fündig. Es waren sogar Vorgänge mit Namen von NSU-Leuten dabei.