22.11.2014 - 10:35 [ German Foreign Policy ]

„Etwas deutscher regiert werden“

Deutschland wird seine Einflussnahme auf Rumänien unter dessen designiertem Staatspräsidenten Klaus Johannis deutlich intensivieren. Dies bestätigen Aussagen eines Regierungssprechers. Demnach hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am gestrigen Mittwoch Johannis explizit „ihre UnterstĂźtzung“ bei der „Stärkung der europäischen Ausrichtung Rumäniens“ zugesagt und mit ihm vereinbart, sich „zukĂźnftig zu zentralen außenpolitischen Fragen abzustimmen“. Dies betrifft insbesondere die Politik gegenĂźber Russland. Hatten der scheidende Staatspräsident Traian Băsescu als US-nah, der Verlierer der Präsidentenwahl vom vergangenen Sonntag, Victor Ponta, hingegen als eher russlandorientiert gegolten, so wird Klaus Johannis, ein langjähriger Funktionär der „Rumäniendeutschen“, als klar prodeutsch eingestuft. Er ist mit guten Kontakten in die Berliner RegierungsbĂźrokratien sowie zur deutschen Wirtschaft ausgestattet und rĂźhmt sich, schon seit längerem Beziehungen zu Kanzlerin Merkel persĂśnlich zu unterhalten. Die neue Konstellation erlaubt es Berlin, den nationalen Zugriff auf SĂźdosteuropa spĂźrbar zu stärken.