Gestern wurde ein 13-jĂ€hriger PalĂ€stinenser auf seinem Heimweg von der Schule erschossen und nach seiner Beerdigung wurden die TrauergĂ€ste gewaltsam von den israelischen SicherheitskrĂ€ften angegriffen. Der israelische Premier heizt die ohnehin explosive Stimmung weiter an. Er drohte mit einem âKampf bis zum Todâ und verkĂŒndet noch repressiver gegen die palĂ€stinensische Bevölkerung vorgehen zu wollen. Dass HĂ€user von âTerroristenInnenâ im Schnellverfahren zerstört und Demonstrierende noch öfter in Administrativhaft genommen werden sollen, ist ein Skandal und ein massiver VerstoĂ gegen das Völkerrecht sowie gegen alle Menschenrechtskonventionen! Diese VerstöĂe mĂŒssen von der Bundesregierung auf das SchĂ€rfste verurteilt werden!… Auch die ĂuĂerungen aus dem israelischen Kabinett, in denen von einer zweiten Operation âDefensive Shieldâ die Rede ist, mĂŒssen scharf kritisiert werden. Mit der genannten Operation hatte das israelische MilitĂ€r 2002 unter massiver Gewaltanwendung in den besetzten Gebieten auf die zweite Intifada reagiert. Durch diese Rhetorik und die verstĂ€rkte MilitĂ€rprĂ€senz im Westjordanland wird Ăl ins Feuer gegossen und die Bundesregierung macht sich mitschuldig, wenn sie in einer solchen Situation ihren engen VerbĂŒndeten nicht massiv kritisiert.â