Wir erzittern, wenn vom Terrorismus gesprochen wird; wir fĂĽrchten uns, wenn wir herrenlose Taschen oder Koffer erspähen; Angst erfĂĽllt uns, wenn höchste Alarmbereitschaft aufgrund eines möglichen Anschlags ansteht. Wir haben Angst vor Bomben und Bombenattrappen, vor Terroristen und solchen, die wie Terroristen aussehen könnten, wenn man wĂĽsste, wie Terroristen denn so aussehen – wir verfallen in Angststarre, bemerken wir bärtige Männer im Kaftan oder gut verhĂĽllte Frauenkörper. In deren Handgepäck vermuten wir Sprengstoff, was uns abermals in Furcht versetzt – und wer als unscheinbarer Zeitgenosse mit solchen anrĂĽchigen Zeitgenossen schwatzt, der ist verdächtig, der macht uns ängstlicher als Angst.