Die Schuldenkrise in der Euro-Zone spitzt sich erneut zu: Griechenland und Portugal schaffen die Wende nicht.
In den 22 Jahren, in denen es Jean-Claude Juncker zunächst als Finanzminister, später als Premierminister Luxemburgs mit den Finanzmärkten zu tun hatte, musste er seine katholische Erziehung gelegentlich verleugnen. Er habe mehrfach öffentlich gelogen, um Gerüchten keine Nahrung zu geben, gestand der Präsident der Euro-Gruppe in diesen Tagen. Weil Finanzmärkte gern überreagierten, seien in der Politik „geheime Debatten im Dunkeln“ oft besser geeignet, finanzpolitische Probleme zu lösen.