Deutsche AuĂźenpolitik-Experten fordern eine „Renaissance“ des transatlantischen BĂĽndnisses zur Verteidigung der globalen westlichen Hegemonie. Die EU mĂĽsse in Zukunft ungeachtet gewisser Differenzen wieder enger mit den Vereinigten Staaten kooperieren, heiĂźt es in einem Strategiepapier zweier deutscher Autoren, das der Think-Tank der Europäischen Volkspartei (EVP) unlängst veröffentlicht hat. Demnach lasse sich die „liberale Weltordnung“, die den westlichen Ländern seit dem Ende des Kalten Kriegs weltweit die Vormacht gesichert hat, nur bewahren, wenn Europa und Nordamerika sich wieder enger zusammenschlössen – wirtschaftlich, politisch und militärisch. Jegliche BemĂĽhungen, mit Russland enger zu kooperieren, mĂĽssten eingestellt werden. Stattdessen schlägt das Papier die stärkere Einbindung von Nicht-Regierungsorganisationen und von religiösen Gemeinschaften in Osteuropa in die prowestlichen Einflussaktivitäten vor. Zudem soll die innere Formierung der europäischen Gesellschaften forciert werden; „Desinformation“ zugunsten Russlands gelte es systematisch „bloĂźzustellen“. Einer der Autoren verlangt darĂĽber hinaus, „wir“ mĂĽssten „bereit“ sein, „in den Krieg zu ziehen“, und schlägt eine neue nukleare AufrĂĽstung in Europa vor.