Wie sein Amtsvorgänger sieht auch MĂĽller die gemeinsame UnterstĂĽtzung der Afrikanischen Union (AU) durch das BMZ, das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium als ein Beispiel fĂĽr eine solche zivil-militärische Zusammenarbeit an. Entsprechend fordert das Ministerium, der AU, die laut deutschen Plänen auf dem Kontinent Ordnungsfunktionen im Sinne des Westens ĂĽbernehmen soll (german-foreign-policy.com berichtete [6]), fĂĽr die Zeit von 2014 bis 2016 im Rahmen der sogenannten Afrikanischen Friedensfazilität aus dem Europäischen Entwicklungsfonds 750 Millionen Euro fĂĽr Militäreinsätze und ihre „zivile“ Komponente zur VerfĂĽgung zu stellen. Dabei sind die repressiven Aufgaben der AU nicht auf Militäreinsätze beschränkt. „Auch im Bereich des integrierten Grenzmanagements“ hat sie nach Auffassung Deutschlands und Frankreichs stärkere Aktivitäten zu entfalten.[7] Die Grenzabschottung innerhalb Afrikas wurde schon in den vergangenen Jahren systematisch von der deutschen Entwicklungspolitik unterstĂĽtzt.