31.07.2017 - 10:32 [ Radio Utopie ]

DER TERRORKRIEG: Seine Dynamik des Schreckens

(13.12.2015) Um diesen seit Jahren andauernden und sukzessive eskalierten andauernden Spannungszustand zu überwinden und nicht in den „Dynamo des Schreckens“ von Krieg und Terror hineingezogen zu werden, ist es schlicht notwendig

1. mit der Kriegslogik zu brechen, also keinem Funktionär, staatlichen Vertreter, Abgeordneten, Journalisten, „Medium“ auch nur ein Minimum an Vertrauen zu schenken, sondern immer davon auszugehen dass sie entweder keine Ahnung haben, lügen oder mit der Kriegslobby und dem geheimdienstlichen Komplex kollaborieren – bis zum Beweis des Gegenteils.

2. jedwede Verwicklung in Kriegführung (also Terror oder Krieg) der eigenen Gesellschaft, des eigenen Landes und / oder der eigenen (Bezugs)Gruppe (sei es regional, kulturell, religiös, politisch, ideologisch, etc) zu vermeiden bzw zu unterbinden. Soll heißen: deutsche Soldaten nach Hause in die Kasernen, keine Beteiligung an irgendeinem Krieg, nicht in Syrien, Irak, Libyen oder sonstwo. Und damit Schluss.

3. sich im Falle eines Angriffs auf das eigene Territorium auf dem eigenen Territorium zu verteidigen und im Falle der Anforderung eines Bündnispartners diesen auf dessen Territorium zu verteidigen, nach Maßgabe des Völkerrechts und der Genfer Konvention. Nicht mehr.

4. die Ressourcen des geheimdienstlichen Komplexes herunter statt hochzufahren, immer weiter, bis zum Beweis von dessen Tauglichkeit. Wird dieser nicht erbracht, ist der Komplex ganz aufzulösen. Selbstbezichtungen von Untauglichkeit a la „wir können unsere Arbeit nicht tun, es gibt demnächst wohl Attentate“ sind dankbar als Anlass zu nehmen die sofortige Entlassungen dieser Geheimdienst-, Polizei- und / oder Parteifunktionäre vorzunehmen. Wer das nicht fordert, ist als politikunfähig oder Kollaborateur einzuschätzen.

5. selbst keine Panik, Angst oder Schrecken zu verbreiten, sondern zu versuchen hinter die in 14 Jahren Terrorkrieg sehr hoch gewordenen Kulissen zu schauen.

Der beschriebene „Dynamo des Schreckens“ ist kein Perpetuum mobile, wenngleich dies die Involvierten gerne hätten und die im Kreislauf Gefangenen so empfinden. Der Kriegs- und Überwachungsapparat braucht immer wieder neue Energie, Aufwand und Ressourcen, um diesen Dynamo in Gang zu halten. Und je mehr Menschen sich also der Dynamik des Terrorkrieges entziehen, weil sie verstehen was vor sich geht, desto aufwendiger wird es für den Apparat ihn in Gang zu halten.