Bei der vermutlich größten Plünderung der Geschichte entstand ein Territorium mit einer weltweit einzigartigen Eigentumsverteilung: Etwa 90 Prozent des ostdeutschen Wirtschaftskapitals befinden sich heute in westdeutschen Händen, weitere fünf Prozent in denen ausländischer Erwerber, der Rest blieb den Ostdeutschen. Das war erwünscht und wurde von nicht wenigen – darunter der damalige Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl – auch vorhergesagt. Ein paar Jahre später stellte der Kabarettist Uwe Steimle sinngemäß fest, die deutsche Einheit sei dann vollendet, wenn der letzte Ostdeutsche aus dem Grundbuch gestrichen sei. Das ist weitgehend erreicht, ein Spitzenökonom wie Fratzscher nennt das »Integration«.